wappen

A, abriss

meinhardiner zu den graben

linien der graben

abstammungen der graben

sonstige wappenerben der graben

B, einzelstücke

stammlinie auf graben in krain

linie am graben in graz

zweig in thal bei graz

zweig der rosenberger bei graz

kornberger linie

erste niederösterreichische linie

grabner zu rosenburg (zweite niederösterreichische linie)

erste tiroler linie

schweizer graben

sommeregger linie

linie am stein

zweite tiroler linie

dritte tiroler linie

Kombination Mit Schaufel- Und Schrägbalkenwappen

Wappen der Herren von Graben (beide Varianten, Wappen mit Schaufel und Schrägbalken)
Wappen der Herren von Graben (beide Varianten, Wappen mit Schaufel und Schrägbalken)

C, Erläuterungen

Geschlechterwappen Der Diversen Linien

Es existieren drei Darstellungsformen des Geschlechterwappens deren Von Graben, welche durch die aufgestellte Genealogie der Familie ihre Verbindung zueinander haben.[152] Unterschieden werden hierbei das Stammwappen mit dem Blauen Schräglinksbalken auf Weiß (auch Variante mit Schrägrechtsbalken), dem Schaufelwappen auf Rot sowie dem Wappen gespalten von Rot, und dreimal geteilt von Blau und Weiß (oder Schwarz).

Schrägbalkenwappen:

  • Das Schräglinksbalkenwappen (oder Schrägrechts) führten die Krainer Stammlinie, die Konradinische Linie (Graz, Am Graben, Alt-Grabenhofen) sowie die Zweite Niederösterreichische Linie der Grabner. Das der Konradinischen Linie abstammende Geschlecht Orsini-Rosenberg übernahm anfangs ebenfalls den Schrägbalken. Das aus der Zweiten Niederösterreichischen Linie der Grabner in weiblicher Linie abstammende Geschlecht Jörger von Tollet (Reichsgrafen) nahm den Schrägbalken in deren Wappen auf.

Schaufelwappen:

  • Das Schaufelwappen hatten die Kornberger Linie (Steiermark), die Erste Niederösterreichische Linie und die Erste Tiroler Linie (Nordtirol) in Verwendung. Bei der Ersten Niederösterreichischen Linie besteht eine Kombination der Wappenvarianten; sie führten als Wappenschild die Schaufel, aber als Helmzier die Büffelhörner des Schrägbalkenwappen. Die Blasonierung des Wappensiegels lautet: eine schräggerechte liegende Schaufel ohne Stiel, auf dem Helm zwei Büffelhörner.[75] Die der Kornberger Linie entstammende Familie (De) Graeff führt ebenfalls das Schaufelwappen. Der Wappenspruch der Herren von Graben (jedenfalls der Kornberger Linie) lautete: „Daß ich grabe bürgt mein Habe.“ Eine weitere Devise unter der silbernen Stech- oder „Hauschaufel“ auf rotem Grund war „ich baue, indem ich haue“.[153] Schrägbalkenwappen der Krainer Stammlinie gegenüber der Konradinischen Linie und zweiten niederösterreichischen Linie der Grabner

Gespalten von Rot, und dreimal geteilt von Blau und Weiß:

  • Dieses Wappen führten die Sommeregger Linie (Kärnten, Lienz, Osttirol), die Linie am Stein (Kärnten) und die Zweite Tiroler Linie (Nordtirol). Die der Sommeregger Linie in weiblicher Linie abstammenden bayrisch-kärntnerischen Geschlechter Rain (Freiherren Rain zu Sommeregg) und Leublfing (Reichsgrafen Leublfing zu R(h)ain) nahmen gleichfalls das Wappen in dem ihrigen auf.

Neben dem Schrägbalkenwappen, dem Schaufelwappen und den von Rot gespaltenen und in Blau und Weiß geteiltem Wappen existiert auch eine Variante mit Schaufel und Schrägbalkenwappen. Die verschiedenen Wappen derer von Graben werden in der folgenden Tabelle verglichen und erläutert:

Krainer Stammlinie

mit Schrägbalkenwappen:

auf Schloss Graben (genannt ab 1170) mit Schräglinksbalken

Valvasor nennt nur Wappen mit Grabschaufel, möglicher Grund: Verwechslung wegen Erscheinen der Kornberger Linie mit Schaufelwappen ab 1330 als Besitzer des Stammschlosses


Konradinische Linie Am Graben

mit Schrägbalkenwappen:

wie bei Krainer Stammlinie

Wappen der Konradinischen Linie zeigte Schräglinksbalken oder Schrägrechtsbalken.

vererbt an Orsini-Rosenberg (als Stammwappen der Rosenberger)


Thaler Zweig mit Schrägbalkenwappen:

wie bei Krainer Stammlinie und Konradinischer Linie

auch Schräglinksbalken in Verwendung


Zweite Niederösterreichische Linie der Grabner mit Schrägbalkenwappen:

wie bei Krainer Stammlinie, Konradinischer Linie und Thaler Zweig

Oft mit abweichender Helmzier (geschlossener Flug anstatt Straußenfedern) in Verwendung

vererbt an Jörger von Tollet


Kornberger Linie (Steiermark) mit Schaufelwappen: 1324 führt Otto I. von Graben drei Schaufeln, von denen die mittlere abwärts gekehrt ist; 1564 gelangte das Wappen mit Bewilligung Kaiser Maximilians an die Stadler IV 1,4 oder 2,3 / Ein Wappen mit der Grabschaufel auf die Krücke gestellt, in Gold/Rot (1377, 1564) / Hupp zeigt nur das Wappen mit der Grabschaufel (Variante bei Kraßler von 1432)

abweichende Wappenvariante vom Schrägbalken evtl. 1328 durch Kauf der Herrschaft Kornberg von drei Brüdern aus einer steirischen Linie, Zweig (Konradinische Linie Am Graben?), die das Schloss von Friedrich Kornberger, samt Wappen und Zugehör[154] übernahmen (Diese aufgrund des neuen Besitzes erfolgte Übernahme eines neuen Wappens – das mit der Schaufel, dem Spaten – könnte die Erklärung des abweichenden Geschlechterwappen dieser Linie liefern) (Helmzier mit Schaufel und Straußenfedern)

vererbt an  (De) Graeff sowie Stadl-Kornberg


Erste Niederösterreichische Linie mit Schaufelwappen:

wie Kornberger Linie. Wappensiegel: Eine schräggerechte liegende Schaufel ohne Stiel, auf dem Helm zwei Büffelhörne

Dieses Wappen stellt durch die Büffelhörner und die Schaufel eine Kombination des Stammwappens mit dem Schrägbalken (Stammlinie in Krain sowie Konradinische Linie Am Graben in und um Graz) und dem Schaufelwappen (Kornberger Linie) dar


Erste Tiroler Linie mit Schaufelwappen:

wie Kornberger Linie (und Erste niederösterreichische Linie)

im Gegensatz zur Kornberger Linie nur mit aufrecht stehenden Spaten bekannt (Helmzier mit Schaufel und Straußenfedern)


Schweizer Linie mit Schaufelwappen

wie Kornberger Linie und Erste Tiroler Linie (sowie Erste Niederösterreichische Linie)

im Gegensatz zur Kornberger Linie nur mit aufrecht stehenden Spaten bekannt (Helmzier mit Schaufel und Straußenfedern)


Sommeregger Linie mit Wappen von Rot gespalten und geteilt in Blau und Weiß: Nach Kraßler führten die von Graben als Ortenburger Einschildritter den Schild gespalten, vorne dreimal geteilt, Schwarz und Blau, hinten Schwarz / Das Wappen von Andreas von Graben zu Sommeregg (ca. 1450) ist gespalten von Rot und dreimal geteilt von Schwarz und Blau (Blau und Schwarz); dieses Wappen war in Lienz und in ganz Oberkärnten häufig / Das Wappen des Andreas II. von Graben (1531) zeigt den Schild gespalten, vorne dreimal schrägrecht geteilt / Die Blasonierung nach Scheiblersches Wappenbuch (älterer Teil, 1450–1480) lautet: Gespalten, rechts ledig und rot, links dreimal geteilt von Silber und Blau. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein Paar silberner Büffelhörner, außen mit je drei schwarzen Hahnenfederbüschen besteckt.

Stifter der Sommeregger Linie, Andreas von Graben zu Sommeregg, entstammte der Kornberger Linie, führte aber ein anderes Wappen (Helmzier mit Büffelhörnern und Straußenfedern)

vererbt an Rain zu Sommeregg und Leublfing zu Rhain


Linie am Stein mit Wappen von Rot gespalten und geteilt in Blau und Weiß: wie bei Sommeregger Linie

Schrägbalken auch in Grün-Weiß resp. Rot-Weiß sowie teils abweichende Helmzier mit einem Zylinder anstatt den Büffelhörnern (aber jeweils mit Straußenfedern)


Zweite Tiroler Linie mit Wappen von Rot gespalten und geteilt in Blau und Weiß: wie bei Sommeregger Linie und Linie am Stein

 

als Helmzier entweder mit Büffelhörnern oder mit Zylinder (jeweils mit Straußenfedern)


Gemeindewappen

Gemeinden wie Ratschendorf (ehemalig) und Deutsch Goritz in der Steiermark führten bzw. führen das Wappen der Herren von Graben aus der Kornberger Linie in ihrem Gemeindewappen.

Ehemaliges Gemeindewappen von Ratschendorf, Steiermark (1954–2015)
Gemeindewappen von Deutsch Goritz, Steiermark (seit 2017)

Ehemaliges Gemeindewappen von Ratschendorf, Steiermark (1954–2015)

Gemeindewappen von Deutsch Goritz, Steiermark (seit 2017)